Kostenlose Hauskataloge: Inspiration und Orientierung

Bauweise, Haustyp, Baumaterial: Wer ein Haus bauen möchte, muss viele Entscheidungen treffen. Hausbau-Kataloge der verschiedenen Anbieter helfen Bauherren und ihren Familien, sich einen ersten Eindruck vom künftigen Eigenheim zu verschaffen – das Ganze bequem zu Hause auf der Couch. Bestellen Sie sich jetzt kostenlos passende Hauskataloge und lassen Sie sich inspirieren!

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Fertighaus oder Massivhaus, Stadtvilla oder ein Holzhaus? Hausbau-Kataloge können Inspiration geben und die Entscheidung erleichtern. Foto: iStock/mixetto

Kostenlose Hauskataloge bieten zwei Dinge: Inspiration und Orientierung. Sie zeigen unterschiedliche Standardmodelle, verschiedene Ausführungsvarianten und Details. So erhalten Sie einen Eindruck davon, wie es sich später in Ihren eigenen vier Wänden lebt. Mit den Hausbau-Katalogen der Anbieter finden Sie heraus, was sich alles verwirklichen lässt, aber auch mit welchen Baukosten Sie rechnen sollten. Auf Basis dieser Informationen können Sie zumindest grob abschätzen, was Sie sich leisten können und was nicht.

Ein Haus aus dem Hausbau-Katalog – individualisierbar und kalkulierbar

Massivhaus oder Bausatzhaus, Fertighaus oder Architektenhaus, Energiesparhaus oder Holzhaus: Die Hausbaukataloge umfassen dieselbe architektonische Vielfalt, wie sie auch ein selbst geplantes Eigenheim hätte. Dabei lassen sich die Standardgrundrisse oftmals anpassen, Wände versetzen und zusätzliche Erker oder Giebel einbauen. Für gewöhnlich wird daher auch das aus dem Hausbaukatalog ausgewählte Eigenheim gemeinsam mit einem Architekten geplant und an individuelle Bedürfnisse und Wünsche sowie bauliche Voraussetzungen angepasst. Ein so individualisiertes Kataloghaus steht dem maßgeschneiderten Architektenhaus in nichts nach.
Ein weiterer Vorteil des Hauses aus dem Hausbau-Katalog ist, dass Sie die Kosten des Hauses  gut einschätzen können. Darüber hinaus bieten die meisten Anbieter in ihren Hausbau-Katalogen Häuser der verschiedenen Preisklassen an, sodass Sie den Hausbau gut an Ihr Budget anpassen können.

Für ein Haus aus dem Katalog spricht aber nicht nur der Kostenfaktor. Hinzu kommt, dass die standardisierte Fertigung des Hauses dazu führt, dass Qualitätsstandards definiert und eingehalten werden können.  Viele Hersteller haben zertifizierte Standards.  Hinzu kommt, dass der Bau eines Hauses aus dem Katalog unter Umständen schneller gehen kann, da Anbieter oftmals mehrere Objekte in einem Baugebiet hochziehen. Außerdem bieten Häuser aus dem Katalog viele Vorteile für Bauherren, die auf eine gute Ökobilanz beim Eigenheim achten möchten: Energieeffiziente Haustechnik, erneuerbare Energien und nachhaltige Materialien spielen bei allen Anbietern eine große Rolle. Ebenso im Angebot der meisten Haus-Anbieter: Planung und Umsetzung von Smart Home. So individuell kann ein ‚Haus von der Stange‘ sein.

Breite Auswahl: Welcher Haustyp ist der richtige?

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Wer auf der Suche nach einem Holzhaus ist, hat die Wahl aus verschiedenen Modellen. Foto: iStock/anjajuli
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Oder doch lieber ein Fertighaus? Diese Bauweise punktet unter anderem mit einer schnellen Bauzeit. Foto: benik.at/fotolia

Welcher Haustyp der richtige ist, wird durch mehrere Komponenten bestimmt: Ihr Budget, Ihre Vorlieben für bestimmte Materialien, die Wahl verschiedener Energieeffizienzvarianten und die Möglichkeit, als Bauherr selbst anzupacken und dadurch Geld zu sparen.

Energiesparhaus, Passivhaus und KfW-Haus

Der Begriff Energiesparhaus vereint unterschiedliche Baustandards unter sich. Diese Baustandards haben aber allesamt das Ziel, Energie einzusparen. Zu den energiesparsamsten Häusern überhaupt gehört das Passivhaus. Indem Wärmeverlust vermieden und Wärmegewinn optimiert wird, ist keine oder eine nur geringe aktive Beheizung notwendig. Im Vergleich zu unsanierten Bestandsgebäuden sparen Bewohner von Passivhäusern bis zu 90 Prozent an Heizkosten. Das garantiert dem Hauseigentümer Unabhängigkeit von steigenden Preisen.

Speziell in Deutschland gibt es zusätzlich KfW-Effizienzhäuser, die den Förderstufen der KfW-Bankengruppe entsprechen. Dabei wird der Energiebedarf in ein Verhältnis zur Gebäudenutzfläche gesetzt. Je geringer dieser Wert ist, desto energiesparender ist das Haus. Ein KfW-40-Haus ist also potenziell sparsamer als ein KfW-55-Haus, da erstes nur 50 Prozent der Energie eines Referenzgebäudes benötigt Letztendlich hängt der Energieverbrauch  aber vom Bewohner ab.

Fertighaus

Vor allem Fertighäuser punkten durch eine kurze Bauzeit, da das oft monatelange Austrocknen von Mauerwerk entfällt. Innerhalb weniger Tage oder gar Stunden steht das Fertighaus im Rohbau. Das ist deshalb möglich, weil die einzelnen Bauelemente vorab hergestellt, angeliefert und dann vor Ort zusammengebaut werden. In den einzelnen Wandelementen sind sogar bereits die Kanäle für Stromleitungen, Wasserrohre oder gar den Fernsehanschluss verlegt. Steht der Rohbau, müssen nur noch Wasser und Abwasser angeschlossen und die Elektrik verlegt werden. Vor Ort wird dann noch die Fassade verputzt, das Dach eingedeckt und dann geht es auch schon an den Innenausbau. Hinzu kommt, dass die Personalkosten geringer sind, da es statt mehrerer Handwerksbetriebe einen Ansprechpartner gibt.

Bausatzhaus und Ausbauhaus: Für Selbermacher

Ein Ausbauhaus ist vor allem etwas für Bauherren, die handwerklich begabt sind und am Bau selbst mit anpacken können. Der Haushersteller bietet hier oftmals verschiedene Ausbaustufen an. Auf jeden Fall kümmert er sich um den Rohbau. Alle anderen Gewerke kann der Bauherr selbst übernehmen oder eigenständig Aufträge an Handwerker übergeben. Die Elektroinstallation beispielsweise dürfen Laien gar nicht eigenständig ausführen.

Noch ein bisschen weiter geht die Eigenleistung beim Bausatzhaus. Hier liefert das Bauunternehmen nur die einzelnen Teile des Hauses und der Bauherr muss sowohl Rohbau als auch Innenausbau selbst organisieren. Voraussetzung: Der Bauherr verfügt über ausreichend handwerkliches Geschick und Zeit. Ist dies gegeben, kann er seine Baukosten aber drastisch senken. Oftmals steht der Hersteller aber unterstützend zur Seite und bietet auch Workshops an, in denen alle wichtigen Grundlagen vermittelt werden.

Massivhaus

Bei einem Massivhaus bestehen die Wände üblicherweise aus Mauerwerk, Beton oder Stahlbeton, die Decken aus Ziegeln, Stahl- oder Porenbeton. Im Gegensatz zum Fertighaus werden bei einem Massivhaus meist nur einzelne Teile wie Treppen oder Balkone als fertige Konstruktionen angeliefert, die Wände werden für gewöhnlich auf der Baustelle gemauert.

Öko- und Holzhaus

Beim Ökohaus wird nicht nur auf Energieeffizienz Wert gelegt, sondern darauf, dass das gesamte Haus aus umweltverträglichen Materialien gebaut wird. Es werden also ökologische und schadstoffarme Baustoffe verwendet, beispielsweise Hölzer aus zertifizierter Forstwirtschaft. Das Holzhaus ist dabei aber nur eine Variante des Ökohauses, denn nicht jedes Holzhaus ist automatisch ein Ökohaus. Die Entscheidung für ein Holzhaus fällt oft zugunsten des Wohnklimas oder der Optik.

Architektenhaus

Der Begriff Architektenhaus bedeutet in erster Linie, dass ein Architekt die Planung vorgenommen hat. Der Bauherr hat hier eine größere Gestaltungsfreiheit als bei standardisierten Bauplänen. Der größte Vorteil eines Architektenhauses aus dem Katalog ist die Verbindung von individuellen Wünschen mit industrieller Fertigung.

Wenn Sie sich noch nicht für eine Bauweise oder einen Haustyp entschieden haben, bestellen Sie sich am besten verschiedene Kataloge der unterschiedlichen Hausanbieter. So können Sie zuhause ganz einfach und ungestört vergleichen.

Hauskataloge: Häuser in jeder Preisklasse

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Für jeden Geldbeutel: In den Hausbau-Katalogen werden Häuser auch schon für relativ kleines Geld angeboten. Foto: schulzfoto/fotolia.com
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Auch Individualisten können fündig werden und sich mit einem Architektenhaus ihren Wohnwunsch erfüllen. Foto: js-photo/fotolia.com

Wie Ihr Eigenheim letztlich aussieht, ist aber auch eine Frage Ihres Budgets. Tatsächlich gibt es Häuser für relativ kleines Geld. Günstige Preise können aber nur eingehalten werden, wenn das Grundstück herausgerechnet wird und sich die Bauherren an die günstigste Standardausstattung halten und beispielsweise auf Gauben oder Erker verzichten.

Hinzu kommt noch der Kaufpreis für das Grundstück und eventuell dessen Erschließung. Außerdem braucht jedes Haus ein Fundament, entweder in Form eines Kellers oder einer Bodenplatte. Bauherren sollten auch stets einen Puffer einkalkulieren, falls etwas Unvorhersehbares geschieht.

Den richtigen Hausanbieter finden

Ihre Entscheidung für ein bestimmtes Haus ist eng verknüpft mit der Entscheidung für einen Baupartner. Besuchen Sie – wenn möglich – Referenzobjekte, nicht nur im Musterhauspark, sondern im Optimalfall in tatsächlichem Gebrauch. So können Sie die verschiedenen Hersteller direkt miteinander vergleichen. Einige Hausanbieter stellen Ihnen gerne einen entsprechenden Kontakt her. Nachfragen lohnt sich.

Zahlungsfähigkeit

Um Verzögerungen oder gar einen Bauabbruch aufgrund einer Insolvenz des Baupartners zu vermeiden, kann es hilfreich sein, vorab Auskünfte bei einer Wirtschaftsauskunftei einzuholen. Diese verkaufen Informationen zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens und geben eine unverbindliche Kreditwürdigkeitseinstufung ab – allerdings werden hierfür meist Gebühren in dreistelliger Höhe fällig.

Gewährleistungsfrist

Die Gewährleistungsfrist beträgt in der Regel beträgt vier oder fünf Jahre auf alle Bauteile. Eine kürzere Frist sollten Sie nicht akzeptieren – auch dann nicht, wenn das Unternehmen Ihnen im Gegenzug einen günstigeren Preis bietet als die Konkurrenz. Bei der Entscheidung für ein Haus und einen Hausanbieter sollten Sie sich Zeit lassen. Bestellen Sie sich mehrere der kostenlosen Hausbau-Kataloge und vergleichen Sie die verschiedenen Haustypen. Informieren Sie sich über die Bauweisen und wägen Sie ab, welche am besten zu Ihnen passt. Holen Sie abschließend mehrere Angebote ein und überstürzen Sie nichts.  Schließlich baut man zumeist nur einmal im Leben.