Die Universitäts- und UNESCO-Welterbestadt Bamberg zählt zum 31. Dezember 2024 offiziell 77.150 Einwohner. Sie verzeichnet kontinuierliches Wachstum und gilt als attraktiver "Schwarmstadt"-Standort. Die Altersstruktur zeigt einen hohen Anteil junger Erwachsener (25-34 Jahre: 18,6%), bedingt durch die Otto-Friedrich-Universität. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in der Stadt Bamberg lag 2021 bei rund 24.242 Euro pro Kopf. Im regionalen Kaufkraft-Ranking belegt Bamberg allerdings nur Platz 331 mit einem preisbereinigten Durchschnittseinkommen von 24.146 Euro. Die Kaufkraft wird durch das verhältnismäßig hohe lokale Preisniveau gemindert. Bamberg weist mit 2,5 Prozent eine außerordentlich niedrige Arbeitslosenquote auf. Dies entspricht faktischer Vollbeschäftigung und liegt deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt von 3,9 Prozent sowie dem Bundesdurchschnitt von 6,1 Prozent. Der Landkreis Bamberg erreicht sogar nur 2,8 Prozent.
Wo Zentrum auf Zukunft trifft: Handwerk, Startups, Kreative und etabliertes Unternehmertum am Bamberger Schlachthofareal
Der Bamberger Schlachthof an der Lichtenhaidestraße wurde im Jahr 1904 eingeweiht und galt als Meilenstein kommunaler Daseinsvorsorge zur Jahrhundertwende. Als Teil der Urbanisierung und Modernisierung deutscher Städte investierte Bamberg damals 1,7 Millionen Mark in diese repräsentative Anlage. Stadtbaumeister Hans Erlwein plante das unter Denkmalschutz stehende Ensemble mit 14 Einzelbauten am damaligen Stadtrand. Der Schlachthof ersetzte das alte Schlachthaus am Kranen aus dem Jahr 1742, das wegen anhaltender hygienischer Missstände geschlossen worden war. Über 120 Jahre lang prägte das Schlachthofareal die gewerbliche Entwicklung des Bamberger Ostens. Die Jäckstraße entwickelte sich in unmittelbarer Nachbarschaft als gewerblich genutzter Straßenzug mit direkter Anbindung an das Schlachthofgelände. Das Gebiet profitiert insgesamt von der hervorragenden Verkehrsinfrastruktur Bambergs mit ICE-Anschluss, S-Bahn-Anbindung, drei Autobahnen sowie dem Main-Donau-Kanal. Die zentrumsnahe Lage der Jäckstraße ermöglicht kurze Wege zur Bamberger Innenstadt, während gleichzeitig ausreichend Flächen für gewerbliche Entwicklung zur Verfügung stehen.
Die Stromversorgung im Bamberger Stadtgebiet wird durch die Stadtwerke Bamberg gewährleistet, die zuverlässige Energieversorgung mit Ökostrom, schnelles baMbit-Internet bis 1 Gbit/s sowie moderne Infrastrukturlösungen anbieten. Das Bayernwerk unterstützt die regionale Energieversorgung und betreibt gemeinsam mit den Regionalwerken Bamberg moderne Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Die technische Erschließung des Gebiets entspricht modernen Standards und bietet beste Voraussetzungen für Gewerbeansiedlungen.
Im März 2024 beschloss der Stadtrat jedoch die Einstellung des Schlachtbetriebs zum 30. Juni 2024 aufgrund dramatisch verschlechterter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen. Seitdem befindet sich das gesamte Areal in einem umfassenden Transformationsprozess, welcher an die bereits erfolgte Entwicklung des ehemaligen Schaeffler-Werks anknüpft. Die städtischen Gremien haben wegweisende Beschlüsse zur Nachnutzung des Schlachthofareals gefasst. Ein Interessenbekundungsverfahren soll alternative Nutzungskonzepte prüfen und dem Stadtrat verschiedene Optionen vorlegen. Start-ups, innovative Lebensmittelproduzenten und Forschungseinrichtungen sind gesucht! Derzeit untersucht die Stadt intensiv die Altlastensituation, die denkmalfachliche Beurteilung sowie die technische Infrastruktur des Geländes. In naher Zukunft werden voraussichtlich erhebliche Investitionen in die Sanierung, Umnutzung und Entwicklung des Areals fließen, wodurch ein zukunftsorientiertes Stadtquartier mit hohem Innovationspotenzial entstehen wird.
Das betreffende Gebäude steht am nördlichen Rand des Areals. In der direkten Umgebung sind langjährig mietende Gewerbebetriebe angesiedelt: Bildungszentrum, Schlosserei, spezialisierter Einzelhandel, KfZ-Werkstätten, Handwerker - aber auch Kreative finden Platz: Yoga-Studio, Tanzschule, Theatergruppen u.v.m. Es ist dieser besondere Mix aus Gewerbe, Start-up und Kreativität, welche den Standort Jäckstraße auszeichnet.