Romantische Mühle - Einzeldenkmal - kpl. renov.bed. Nähe Lauf zu verkaufen!
Objekt
Eine Mühle an dieser Stelle ist erstmals 1434 nachweisbar.
Nach dem 1. Markgrafenkrieg - um 1554 - wurde eine Sägeeinrichtung hinzugefügt. Im Jahr 1605 erwarben die Nürnberger Stefan Geiger und Sebastian Müller die Mühle - die drei Jahre zuvor teilweise abgebrannt war - und errichteten einen Neubau.
Neben dem Müllerhandwerk wurde auch ein landwirtschaftlicher Betrieb (unter anderem Hopfen-Anbau) geführt; seit 1750 gehörte ein Branntweinbrennrecht zum Anwesen.
Es gibt mehrere Bauphasen:
Bauphase 1: Die ältesten Teile gehen auf einen Neubau um 1606 zurück. Das Mühlengebäude wurde anstelle eines kleineren Vorgängerbaus errichtet. Damals wurde die heute noch weitgehend vorhandene Aufteilung der ErdgeschossGrundfläche angelegt. Die Umsetzung der Grundflächenaufteilung wurde im Bereich der Wohnräume an der Ostseite - im Vergleich zur ursprünglichen Planung - leicht abgeändert. Außerhalb des Mühlenraumes wurden zwei Wasserräder unmittelbar an der Nordseite neu platziert. Das westlich am Hang gelegene, bereits vorhandene Wasserrad des Vorgängerbaus - die sogenannte Obermühle - wurde in das neue Gerinnesystem integriert.
In den historischen Neubau-Plänen ist nur die Sägemühle nördlich des Mühlenraumes hinsichtlich ihrer Funktion bezeichnet.
Die Balken-Decken über den Wohnräumen im Erd- und Obergeschoss waren mit Lehmfüllungen versehen
Bauphase 2 um 1750
Im Mühlenraum wurde die heute vorhandene Säule eingebaut. Dies geschah in Zusammenhang mit dem Neubau der Scheune, die im gleichen Jahr errichtet wurde.
Bauphase 3 um 1817
In dieser Bauphase erhielt der Mühlenbau seine heutige Kubatur und Fenstereinteilung. Die Fachwerk-Außenwände wurden - mit Ausnahme der Nordwand - durch Sandstein-Quadermauerwerk ersetzt. Die Nordwand wurde in Fachwerkbauweise errichtet.
Das gesamte Gebäude wurde um ca. 0,6 Meter erhöht. Dafür wurden auf die Rähmbalken der Fachwerk-Innenwände aus Bauphase 1 kurze Ständer gestellt und mit neuen Rähmbalken versehen. Teile des Dachwerks und der Fachwerkwände in der östlichen Dachhälfte wurden beim Neubau des Daches wiederverwendet. An den Fachwerkwänden wurde - vorbereitend für die Zweitverwendung - ein neues System an Abbundzeichen aufgebracht. Die Wohnräume am östlichen Ende des Obergeschosses wurden mit Bohlen-Balkendecken ausgestattet.
Bauphase 4 um 1844
Die Südwand des Mühlenraumes wurde in der westlichen Hälfte vom Boden bis zum Rähm im Obergeschoss erneuert. Wahrscheinlich war das Fachwerk durch Feuchtigkeitseintrag geschädigt, der durch die Nutzung als Stall hervorgerufen wurde. Vermutlich wurde in diesem Zusammenhang die heutige Treppe zwischen Erd- und Obergeschoss eingebaut, und die Westwand des Vorplatzes im Erdgeschoss wurde um die Treppenbreite nach Westen verlegt.
Umbauten in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts
Um 1909 wurde die südöstliche Dachkammer durch den Einbau einer separaten Treppe, die vom Erd- bis in das1. Dachgeschoss reicht, erschlossen. Die Nordwand der Stube im Erdgeschoss (südöstlicher Eckraum) wurde neu errichtet. Die Balken-Decken mit Lehmfüllung in der Stube und in der westlich angrenzenden Küche wurden überputzt. Das Wasserrad wurde enfernt.
Umbauten in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts
In der Küche und dem Raum darüber wurde um 1951 der ursprüngliche sog. Deutsche Kamin durch den heute vorhandenen Kamin ersetzt. Im Raum westlich des Erdgeschoss-Vorplatzes wurde 1965 ein Kamin eingebaut und eine Trennwand abgebrochen. Die Nordwand des Erdgeschoss-Vorplatzes wurde erneuert. Die Wände des neu geschaffenen Raums in der Südwestecke des Erdgeschosses wurden mit Vormauerungen versehen und mit einem extrem harten Zementmörtel verputzt.
Aufteilung
es sind nur reine Bruttogrundflächenangaben (BGF) möglich:
Erdgeschoß ca. 220 m² Wfl. Obergeschoß ca. 220 m² Wfl. Dachgeschoß ca. 146 m² Wfl.
Scheune ca. 200 m² Nfl.
Merkmale
Denkmalschutz-Afa
6.532 m² Grundstück
Beschreibung des Baukörpers:
Die Längsachse des Mühlenbaus verläuft in Ost-West-Richtung. Die Vollgeschoss-Außenwände des zweigeschossigen, quaderförmigen Baus mit Satteldach sind - mit Ausnahme der Nordwand - vollständig aus Sandsteinquadern errichtet. Die Steinoberflächen weisen Reste mehrerer Farbfassungen auf.
An der Nordwand ist das Fachwerk teilweise mit verputztem Ziegelmauerwerk ausgefacht, teilweise ohne Ausfachung verbrettert. Das Fachwerk dieser Wand wurde in zweigeschossiger Rahmenbauweise erstellt, d.h. die Ständer erstrecken sich von der Schwelle des Erdgeschosses bis zum Rähm in Traufhöhe. Die Giebel sind in Fachwerkbauweise erstellt und mit Ziegelmauerwerk ausgefacht, verputzt und mehrfach gefasst. An der Westseite kragt im Firstbereich ein Giebelschopf mit Umlenkrolle aus.
Im 1. Dachgeschoss befinden sich auf beiden Seiten Hopfengauben-Bänder, im 2. Dachgeschoss je zwei Schleppgauben.
Die Dachhaut wird zum überwiegenden Teil aus Spitzbiber gebildet. An den beiden First-Enden befindet sich jeweils ein Dachknauf mit Wetterfahne.
Der überwiegende Teil der Fensteröffnungen befindet sich in der Südostecke des Gebäudes. Die übrigen Fensteröffnungen sind sporadisch unregelmäßig verteilt. Der einzige Zugang befindet in der Mitte der Südseite. Der Verschluss der Türöffnung geht auf das 18. Jahrhundert zurück.
Die Fassadenoberflachen weisen mehrere Fassungen auf.
Grundrisse
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Bausubstanz und Energie
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Baujahr1790
Preisdetails
Kaufpreis
690000 €690.000 €
1.725 €/m²
Provision für Käufer
3,57 % v. Netto-VKPreis
Geschätzte Gesamtkosten
752.583 €1
Kaufpreis
690.000 €
Kaufnebenkosten
62.583 €
2
Notarkosten (1,5%)
10.350 €
Grunderwerbsteuer (3,5%)
24.150 €
Provision für Käufer (3,57%)
24.633 €
Grundbucheintrag (0,5%)
3.450 €
1Der angezeigte Wert ist eine automatisch berechnete Schätzung von immowelt.
2Bei den Angaben handelt es sich um ortsübliche Werte. Individuelle Kosten können abweichen.
Lage
Schönberg, Lauf (91207)
Der Anbieter hat die genaue Adresse nicht freigegeben
Der Weiler Nessenmühle befindet sich etwa drei Kilometer südöstlich des Ortszentrums von Lauf und liegt auf einer Höhe von 343 m ü. NHN südlich des Ortsteils Schönberg.
Das Gelände des Anwesens fällt von Westen nach Osten - zum Nessenbach hin - ab.
Durch die zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern durchgeführten Verwaltungsreformen wurde die damalige Einöde mit dem zweiten Gemeindeedikt zu einem Bestandteil der Ruralgemeinde Schönberg. Im laufe des 19. und 20. Jahrhunderts wurden unmittelbar westlich und südlich des Mühlengebäudes dann mehrere Wohnhäuser errichtet, so dass sich ein Weiler bildete. Zusammen mit der Gemeinde Schönberg wurde die Nessenmühle im Zuge der ersten Phase der kommunalen Gebietsreform in Bayern 1972 in die Stadt Lauf eingegliedert.
Weitere Informationen
Besonderheiten
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