Rest-Hof: Bauernhaus, Hof-Stall, großes Grundstück
Der Rest-Hof ist denkmalgeschützt und besteht aus einem Wohnhaus bzw. altem Bauernhaus mit Fachwerk, aus dem Jahr 1874 sowie einem Hof-Stall. Viele Höfe und Gebäude von Splietau sind aus dieser Zeit. Denn im Frühjahr 1870 wurde Splietau durch einen Brand fast völlig zerstört. Bei dem verheerenden Großfeuer brannten 83 Gebäude auf 22 Hofstellen ab. Danach wurde das Dorf wiederaufgebaut.
Das Wohnhaus bietet ca. 400 m² Nutzflächen, auf der großen Tenne sowie auf den gut erhaltenen Ebenen unter dem Dach und dem Stallgebäude. Ein Wohnbereich von ca. 80 m² befindet sich im Erdgeschoss. Dieser wurde zum Teil saniert. Die Elektrik wurde hier erneuert, also neue Kabel, Schalter und die Unterverteilung.
Die Eigentümer haben teilweise eine eigene kreative Note mit eingebracht. Zu sehen ist diese Umsetzung in der eingebrachten Küche, mit der geschwungenen Arbeitsplatte, aus Stahl, den Fliesen, der Integration von Gerätschaften in das Fachwerk, also großer Kühlschrank, Herd-Ofen-Set, Spüle. Auch sind Türrahmen sowie die Treppe in das Obergeschoss gestaltet, als würden Bäume aus ihnen erwachsen. Sehr schön und fachlich gut gemacht.
Eine witzige Geheimtür, getarnt als Bücherregal, verschließt den Haustechnikraum, bzw. die kleine Waschküche. Im Bereich der Küche gibt es neuwertige Holzfenster ebenso die Terrassentür. Von der Diele geht es rechts neben der Küche in ein genauso kreativ entworfenes Duschbad mit WC und neuem Fenster. Alles wirklich schön umgesetzt.
Von der blauen Haustür auf die Diele kommend geht es eben rechts, zur Küche und Bad sowie zu den beiden vorhandenen Wohnräumen, nach hinten raus, zum Garten und zum freien Blick, über das angrenzende Feld.
Teilweise sind die Wände und Decken noch nicht fachgerecht verputzt oder isoliert worden. In der Küche befindet sich ein alter Ofen, der aktuell die einzige Wärmequelle im Haus ist. Eine zentrale Heizung wurde bisher nicht eingebaut. Gleichwohl ist der riesige Kamin-Schornstein, komplett aufwendig, saniert worden, durch eine Fachfirma. Das Dach hat eine wetterbeständige Eterniteindeckung, Baujahr unbekannt.
Was ist zu tun? Der Rest-Hof benötigt wohl insgesamt, begabte Hände mit handwerklichem Geschick und Tatkraft. Das Fachwerkhaus macht bis hoch ins Dach einen guten, gesunden Eindruck. Drei weitere Ebenen im Dach sind sauber mit Holz ausgelegt und begehbar, auch eine Räucherkammer. Vor allem das Obergeschoss, über der jetzigen Wohnfläche, ruft nach Ausbau.
Das Grundstück ist mit ca. 3.200 m² richtig groß. Jedoch ist es bisher, noch kaum erschlossen bzw. zu 60 % völlig zugewachsen. Das Grundstück schließt nach hinten, also Süden, an Felder an sowie auf der Grundstücksspitze, auch an die Reitanlage des Nachbarhofes.
Das Nebengebäude ist ein Hof-Stall für Nutztiere bestehend einzelnen Abteilungen. In diesem Gebäude besteht auch Sanierungsbedarf. Jedoch ist es absolut wieder herstellbar und bietet ein interessantes Potential.
Ein schöner Rest-Hof, der Arbeit und Einsatz benötigen wird, damit er wieder in altem Glanz erstrahlen kann.