Aßlar liegt im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis westlich von Wetzlar im Übergang vom Lahntal zum nördlichen Taunusvorland. Das Stadtgebiet ist durch die Dill und deren Aue geprägt und verfügt über teils flachwellige, teils hügelige Topografie mit überwiegend löss- und lehmbeeinflussten Böden. Die Ortslage ist funktional in den Verdichtungsraum Mittelhessen eingebunden und weist aufgrund der Nähe zu Wetzlar und Gießen eine ausgeprägte Pendlerverflechtung auf. Über die Bundesstraßen B49 (Achse Gießen-Wetzlar-Limburg) und B277 (Achse Wetzlar-Herborn) besteht eine direkte Erschließung an das regionale Hauptverkehrsnetz; über die Autobahn A45 (Sauerlandlinie) ist die Anbindung an das überregionale Fernstraßennetz in nördlicher Richtung (Siegen/Ruhrgebiet) und südlicher Richtung (Rhein-Main) gesichert. Der Schienenverkehr verläuft über den Bahnhof Aßlar an der Dillstrecke mit Taktverkehr Richtung Wetzlar/Gießen und Dillenburg/Siegen. Die Versorgung mit Einzelhandel, medizinischer Grundversorgung, Kinderbetreuung und Dienstleistungen konzentriert sich auf den Ortskern sowie auf standortnahe Lagen an den Hauptachsen. Die umgebende Landschaft bietet Naherholungsqualitäten entlang von Dill und Lahn; forst- und landwirtschaftlich genutzte Flächen schließen unmittelbar an die Siedlungsbereiche an. Die Lage Hohlstraße 10 befindet sich innerhalb des bebauten Ortsteils, in einer überwiegend durch Wohnnutzung geprägten Umgebung mit eingestreuten kleingewerblichen Nutzungen, typischer innerörtlicher Parzellierung und geschlossener bzw. halboffener Bauweise.
Wirtschaftliche Entwicklung:
Die Wirtschaftsstruktur in Aßlar und Umgebung ist mittelständisch geprägt, mit Schwerpunkten im verarbeitenden Gewerbe (Metallverarbeitung, Maschinenbau, Oberflächentechnik), Logistik, Handwerk sowie unternehmensnahen Dienstleistungen. Der Arbeitsmarkt profitiert von der Nähe zu den Industriestandorten Wetzlar (Optik/Feinmechanik, Automotive-Zulieferung) und dem universitären Zentrum Gießen (Wissenschaft, Verwaltung, Gesundheitswirtschaft). Die Beschäftigungsbasis ist diversifiziert; größere Industriebetriebe im Lahn-Dill-Raum stabilisieren die Nachfrage nach Arbeitskräften und sichern eine konstante Pendlerbewegung. Der Dienstleistungssektor hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, insbesondere in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung, Einzelhandel und Repair/Service. Die Verkehrslage an den Achsen B49/B277/A45 begünstigt logistische und zulieferorientierte Betriebe. Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung als solide einzustufen; konjunkturelle Schwankungen werden durch die regionale Branchenmischung abgefedert. Die Kaufkraft liegt im mittleren Bereich Mittelhessens, wobei die Nähe zu Wetzlar/Gießen zusätzliche Nachfrageimpulse im Wohn- und Dienstleistungssektor erzeugt.
Verkehrsanbindung:
Straße: Direkte Anbindung über die B49 (Richtungen Wetzlar/Gießen/Limburg) und B277 (Richtung Herborn/Dillenburg); kurze Fahrtstrecke zur A45 mit überregionaler Verbindung nach Süden (Rhein-Main) und Norden (Siegen/Ruhrgebiet). Schiene: Bahnhof Aßlar an der Dillstrecke mit Nahverkehrstakt Richtung Wetzlar/Gießen sowie Dillenburg/Siegen. ÖPNV: Regionale Buslinien mit Anbindung an Wetzlar und das Umland; Einbindung in den RMV-Tarifraum. Rad/Zu Fuß: Innerörtliches Netz lokaler Sammel- und Wohnstraßen, Anbindung an überörtliche Radwege entlang Dill/Lahn.
Altersstruktur:
Die Altersstruktur ist ausgewogen mit nennenswerten Anteilen in den Kohorten 30-49 Jahre (familien- und erwerbsorientiert) und 50-69 Jahre (Bestands- und Eigentümerhaushalte). Der Anteil der über 70-Jährigen nimmt zu, was langfristig Nachfrage nach barrierearmen und kleineren Wohneinheiten generiert. Jüngere Erwachsene (20-29 Jahre) pendeln häufig zu Ausbildungs- und Hochschulstandorten in Gießen und Marburg, verbleiben jedoch teilweise im Umland durch gute Pendelbarkeit. Insgesamt weist die Stadt ein moderates Durchschnittsalter auf; die demografische Entwicklung verläuft im regionaltypischen Rahmen mit leichtem Alterungsimpuls und stabiler Kinderzahl in den Grundschuljahrgängen.
Regionaler Grundstücksmarkt und sozioökonomische Situation
Die Bevölkerungsstruktur zeigt einen ausgewogenen Mix aus Familienhaushalten, Erwerbstätigen mittleren Alters und älteren Einpersonenhaushalten. Der Pendleranteil ist aufgrund der Nähe zu Wetzlar und Gießen erhöht. Der Anteil an Eigentumswohnungen und Einfamilienhausbeständen ist überdurchschnittlich, Mietwohnungsbestände konzentrieren sich auf zentralere Lagen. Die Einkommensverhältnisse liegen im mittleren Bereich; die Kaufkraft wird durch stabile Beschäftigung im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor getragen. Der Bildungsstand ist heterogen, mit überdurchschnittlicher Quote an dual ausgebildeten Fachkräften und technikorientierten Berufen. Der Wohnraumbedarf wird im Wesentlichen durch Haushaltstypen 1-3 Personen bestimmt; der demografische Wandel führt zu einer moderat steigenden Nachfrage nach barrierearmen Wohnformen.
Entwicklung Grundstücksmarkt:
Der regionale Grundstücks- und Wohnungsmarkt ist durch eine seit Jahren solide Nachfrage geprägt. In Aßlar dominieren Bestandsobjekte im Ein- und Zweifamilienhaussegment; Neubauaktivitäten erfolgen überwiegend durch Nachverdichtung und die Aktivierung innerörtlicher Flächen. Bauland ist begrenzt verfügbar, was zu einer tendenziell stabilen bis moderat steigenden Preisentwicklung geführt hat. Die Nähe zu den Arbeitsmarktzentren Wetzlar und Gießen stützt die Zahlungsbereitschaft, während die Erreichbarkeit über A45/B49 eine Konkurrenzfähigkeit gegenüber weiter entfernten Lagen sichert. Mietwohnungsnachfrage besteht insbesondere für gut angebundene, alltagsnahe Lagen mit funktionsfähiger Infrastruktur. Leerstände sind in nachgefragten Wohnlagen gering; Objekte mit Modernisierungsbedarf werden marktgerecht nachgefragt, sofern Lage und Grundstückszuschnitt wirtschaftlich sind.