Der Hof liegt im "Dreistädteeck" Lichtenfels, Bad Staffelstein, Coburg, etwa acht Kilometer nordwestlich von Lichtenfels an der B 289, die die angrenzende Gemeinde Untersiemau mit der A73 verbindet. Seit der Eingliederung im Jahre 1975 ist Tiefenroth ein Stadtteil der rund 20.000 Einwohner zählenden oberfränkischen Kreisstadt Lichtenfels.
Ihrer geographisch günstigen Lage im Schnittpunkt wichtiger Handelswege hat die Stadt nicht nur ihre Entstehung, sondern auch ihre Bedeutung als wichtiger Verkehrsknotenpunkt zu verdanken: Lichtenfels erhielt im ausgehenden 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts seine Prägung als Eisenbahnerstadt. Die gute Verkehrsanbindung ermöglichte im 19. Jahrhundert einen rasch aufblühenden Handel mit Korbwaren, die in den umliegenden Dörfern in Heimarbeit angefertigt und bereits vor der Jahrhundertwende in zahlreiche europäische Länder und nach Übersee exportiert wurden. Den intensiven Handelsbeziehungen mit Ländern wie Kanada, USA, ja selbst nach Australien sowie Ost- und Westindien, hat die Stadt den Beinamen "Die Deutsche Korbstadt" zu verdanken. Beim alljährlichen Lichtenfelser Korbmarkt am Wochenende zum 3. Sonntag im September, einer einzigartigen Mischung von Spezialmarkt und Volksfest, wird die traditionelle Beziehung der Stadt zum Flechthandwerk besonders deutlich.Heute prägt ein überwiegend mittelständisch strukturiertes Gewerbe mit Schwerpunkt in der Metall- und Kunststoffindustrie das wirtschaftliche Bild von Lichtenfels.
Trotz der gerade in den letzten Jahrzehnten erfolgten raschen Entwicklung zu einer modernen Stadt mit allen wichtigen, für ein Mittelzentrum erforderlichen infrastrukturellen Einrichtungen, den Verwaltungsbehörden einer Kreisstadt und den Neubaugebieten, die der nach dem Krieg stark angewachsenen Bevölkerung Wohnraum bieten, konnte sich Lichtenfels bis heute seinen typisch fränkischen Charakter bewahren. Die historische Altstadt, mit ihrem vom barocken Rathaus beherrschten Marktplatz, den stattlichen Bürgerhäusern und den noch erhaltenen Resten der mittelalterlichen Stadtbefestigung zeugt von einer Stadt, in der es sich zu leben lohnt. Hinzu kommt die vielbesungene landschaftliche Schönheit des "Gottesgarten am Obermain" mit den Kleinoden Vierzehnheiligen und Kloster Banz, die Lichtenfels auch als Urlaubsziel immer beliebter macht.
Selbstverständlich besteht in Lichtenfels auch ein breites Freizeitangebot mit vielen Möglichkeiten zu sportlicher Betätigung. Die besten Voraussetzungen hierfür bieten die über 200 Vereine im Stadtgebiet mit ihren vielfältigen Aktivitäten.
Lichtenfels hat sich im Jahr 2005 dem Projekt "Metropolregion" angeschlossen und arbeitet hier mit insgesamt 23 Landkreisen und elf kreisfreien Städten partnerschaftlich zusammen.
Verkehrstechnisch ist Lichtenfels sehr gut angebunden: Die Bundesstraßen 173 und 289 führen durch das Stadtgebiet. Die B 173 ist autobahnähnlich ausgebaut und wurde Anfang 2008 von Bamberg bis Lichtenfels zur Bundesautobahn 73 aufgestuft. Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 war Lichtenfels auch zweistündlicher Systemhalt der ICE-Linie Hamburg-Berlin-München. Mit Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Nürnberg-Erfurt entfiel dieser Halt, da die Neubaustrecke westlich an Lichtenfels vorbeiführt; seitdem verkehrt noch ein ICE nach München täglich. Der nächstgelegene regelmäßige Fernverkehrshalt ist Bamberg. Darüber hinaus gibt es Regionalverkehr in Richtung Sonneberg, Coburg, Nürnberg, Bamberg, Saalfeld und Hof/Bayreuth. Seit 1. Januar 2015 ist die Stadt Mitglied des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg.