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Sonstiges
Das Verkaufsobjekt umfasst eine teilweise bebaute Fläche mit dem Haupthaus samt angebauter Zehntscheune und kleinerem Geräteschopf, ein separates Ökonomiegebäude und das frühere Back- und Waschhaus. Die Grundstücksgröße beträgt 3.238 m². Diese setzt sich zusammen aus den Flurstücken Nr. 39 mit 3.176 m² und Nr. 38 mit 62 m². Rückwärtig anschließend können optional eine Landwirtschaftsfläche von 2.453 m² (mit Anstoß an den Weilerbach) sowie weitere landwirtschaftliche Grundstücke in mittelbarer Nähe erworben werden.
Baulastenverzeichnis: Kein Eintrag für die besagten Flurstücke.
Wasserrecht:
Der Bachlauf verläuft unterhalb des Grundstücks und fließt später in den regional prägenden Fluss Wutach. Das Grundstück ist nicht an die Kanalisation angeschlossen. Teile des Grundstücks, im wesentlichen unbebaut, liegen lt. Überschwemmungskarte BW im definierten Überschwemmungsbereich. Der Weilerbach (im Volksmund auch als Mühlenbach bekannt) sorgte früher für die Antriebskraft der Getreidemühlen und diente den letzten Besitzern zur Speisung ihres gemauerten Forellen- und Natur-Karpfenteiches.
Heizung und Energieausweis
Es ist keine Heizungsanlage vorhanden; in der Vergangenheit wurde hauptsächlich über Holzöfen geheizt. Ein Energieausweis ist nicht notwendig, da es sich um eine denkmalgeschützte Immobilie handelt.
Denkmalschutz und Zustand
Der gesamte Gebäudekomplex steht unter Denkmalschutz und ist stark restaurations- und renovationsbedürftig. Er bedarf einer Sanierung und ist als Kulturdenkmal nach §28 DSchG klassifiziert. Somit wird er als Ensemble-Kulturdenkmal in der Liste der Denkmalschutzbehörde geführt. Im Areal eingeschlossen ist ein unbebauter Grundstücksteil/Bauplatz, der bei entsprechender Planung für Wohngebäude oder andere Zwecke genutzt werden kann.
Dieses Anwesen wurde namentlich als "Untere Mühle" geführt und fand 1603 seine erste urkundliche Erwähnung unter den Grafen von Lupfen. Im Jahr 1614 ging es in den Besitz des Erbmarschalls Maximilian von Pappenheim über, 1639 wurde es fürstenbergischer Besitz und 1851 schließlich Privateigentum.
Der ursprünglich von einer Mauer umgebene, reiche Lehenshof umfasste zwei Mühlen, drei Innenhöfe und die Zehntscheuer. Das ungewöhnlich repräsentative Haupthaus ist ein dreigeschossiger Walmdachbau. An der fünfachsigen, symmetrischen Front ist ein Inschriftenstein mit der Jahreszahl 1747 angebracht. Details aus der Mitte beziehungsweise der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägen das Gebäude, im rückwärtigen Teil befindet sich der Mahlraum mit hohen Rundbogenfenstern.
Ein L-förmiger, dreigeschossiger massiver Ökonomiebau sowie ein kleiner angebauter Schopf schließen sich dem Hauptgebäude an. Von der Bergseite her befinden sich Rundbogeneinfahrten zur ehemaligen Zehntscheuer aus dem 18./19. Jahrhundert. Zugehörig sind außerdem die mit einer neuen Scheune überbauten Stallungen, ein Back- und Waschhaus sowie Teile der ehemaligen Ummauerung.
Stichworte
Nutzfläche: 1.500,00 m², Anzahl der Schlafzimmer: 6, Anzahl der Badezimmer: 2, 3 Etagen, Distanz zum Kindergarten: 1.00, Distanz zur Grundschule: 1.00, Distanz zur Realschule: 2.00, Distanz zum Gymnasium: 5.00, Distanz zur Autobahn: 15.00